„Jetzt ben i scho au froh, dass rom isch“
meinte Winfried Kretschmann kürzlich bei seiner offiziellen Verabschiedung im grünen Kreisverband Esslingen.
Foto: Jürgen KleihViele, viele kamen. Ganz alte „Kämpen“ aus den Gründerjahren des Ortsvereins in Leinfelden-Echterdingen, oder auch die ehemalige Staatssekretärin Uschi Eid, die bis heute im Kreisverband Mitglied ist. Aber auch junge Mitglieder, die noch nix von Politik wussten, als Winfried Kretschmann zum ersten Mal Ministerpräsident wurde.
Seit Gründung der Grünen war er Kandidat bzw. gewählter Abgeordneter des Landtags, immer im Wahlkreis Nürtingen.
Sein behäbiges Schwäbisch, oft mürrisch aber auch leise, laut oder amüsiert, alles konnte er bieten.
Die Politik des Gehört Werdens (aber nicht immer „erhört“ werden), entwickelte er für die Bürger*innen im Ländle.
Mit seinen Koalitionspartnern suchte er immer den Ausgleich/Kompromisse zum Wohl des Landes. Es gab wenig vordergründigen Streit miteinander, er verkündete Ergebnisse, wenn es soweit war. Denn er wusste, die Bürgerschaft interessiert sich nicht für Auseinandersetzungen (die ja zur Demokratie gehören müssen), sondern für Ergebnisse.
Vielleicht deshalb war er
3x zum Ministerpräsidenten gewählt
worden. Nach der Mappus-Regierung war es fast klar, aber nach den ersten 5 Jahren nochmals gewählt zu werden, zeigte, dass es kein „Unfall“ der Geschichte war, wie manche in der CDU wähnten, welche ja zuvor immer die Regierung führte.
Aber dann noch ein drittes mal aus eigener Kraft die größte Fraktion zu werden, das frustrierte viele Gegner*innen.
15 Jahre Ministerpräsident eines Bundeslandes, das gab es zuvor nie.
Und dann kam da noch der Cem, der „schwäbische Türke“ aus Urach um die Ecke…
Es wird erfreulicherweise weiterhin eine grün geführte Landesregierung geben!
Wir wünschen unserem Winfried alles Gute mit seiner Gerlinde im wohlverdienten Ruhestand. Mögen ihm noch viele gesunde Jahre verbleiben mit seinen 78 Jahren.
Gerhard Härer